BETRACHTUNGEN ÜBER DIE LIEBE

aus kabbalistischer Sicht

von Peter Staaden

 

 

 

Das Folgende ist, so wie alle kabbalistischen Texte, nur für reife Seelen geeignet, die das Gesagte nicht einseitig verstehen. Die hier beschriebenen Seelenweisheiten sollten nicht dazu führen, einen groben Sucher zum Einstellen seiner noch mangelhaften Liebesfähigkeit zu bringen, die ja einen Sinn hat. Denn der Weg ist luftig, steinig, feurig und wässrig, und er geht über die Lebensschule des mittleren Weges nach Oben. 

 

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Wer glaubt, dass der „Mensch“ ein fertiger Mensch sei, dem das Attribut „menschlich“ zugeschrieben werden könnte, erliegt einem Irrtum. Er, das sich noch in der ersten Entfaltung befindliche Wesen, ist ein erst „werdender Mensch“, ein Geschöpf, welches sich unentwegt einer gewaltigen Polarität gegenüber sieht, von der er nicht weiß, weshalb sie in dieser Form existiert. Die sich aus der äußeren Dualität ergebende große Spannung kann ihn, den werdenden Menschen, der jetzt noch mehr ein Zweibeiner als ein Mensch ist, ein Geschöpf mit dem Zeichen des Tiers auf der Stirn, in große Schwierigkeiten bringen.

Das Leben einer solchen Person kann zu einer ständigen Zerreisprobe anwachsen, zu einem Leben in einer äußeren Vielheit, von der nicht erfasst werden kann, woher sie stammt und wohin sie führt.

Wie kann solch eine unfertige Person, die in unterschiedlichem Maße in uns allen mehr oder weniger anwesend ist, diesen Zweispalt, dieses Paradox von Gut und Böse in sich selbst erlösen? Wie kann sie den Mangel an wahrer Liebe, an Harmonie und Ruhe im Herzen erfüllen?

Hat eine Gesellschaft, die überwiegend aus solchen werdenden Menschen besteht, nicht schon ihr Herz unwiderruflich verloren? Lebt eine solche Gesellschaft nicht in einer Zeit, in der alle wahren Herzenswerte, alle tieferen Weisheiten, verdrängt und verbannt sind? Alles Echte, Gute und Schöne bleibt doch überwiegend abgespalten und der beweisbaren Wissenschaft, dem Logisch-Kausalen untergeordnet, oder nicht?

Wenn in einer solchen Epoche die wenigen mutigen Sucher, die tatsächlich vorhandenen, lichten Attribute wieder zurück in ihr Sein bringen möchten, und kein Weg daran vorbei führt, zuerst das Innerste, den einzigartigen Wesenskern auf wahre Liebe einzustimmen, selbst wenn scheinbar alle anderen nur bodenlose Egoisten sind, kann dieses Heilige Ziel dennoch erreicht werden?

Mit welcher Art an Licht, Energie oder Klang muss sich das Herz erfüllen, damit es einen Ton hervorbringen kann, der alles umfasst und alles heilt?  Wie können diese Schwingungen oder Gebete der Seele aussehen, sich anfühlen oder anhören, damit sie das eigene Herz zum Höchsten öffnen, zum G-ttlichen Kern, der Quelle, dem Emanator des Lichts und der Liebe?

Der Weg kann zur übernatürlichen, nondualen ewigen Liebe führen, zum Pfad, der die Wesen zum Unaussprechlichen Höchsten bringen wird. Diese undefinierbare Liebe, ich nenne sie das EINE, ist das G-ttliche Licht. Alle Worte und Gebete ohne dieses EINE LICHT sind falsch, geheuchelt, egoistisch und ohne Bedeutung. Ohne dieses EINE hat Beten nicht den geringsten Sinn. Ohne diese Echte Ausstrahlung kann es keinem werdenden Menschen gelingen, der daran interessiert ist, sich IHM anzunähern, seine Reise zur Ewigen Liebe zu vollenden sowie das Allerletzte und Höchste zu erklimmen. Nur dieses EINE ist das einzige Mittel, dass den spirituellen Punk im Herzen zum klingen bringt und diesen winzigen Ort erweitern und ausdehnen lässt.

Um jedoch diese Einzigartigen Besonderen Töne, diese Unikate der Lautwesen, diese Phantastischen Buchstaben, diese G-ttlichen Wörter, diese Heilige Sprache sprechen, ja singen und verstehen zu lernen, müssen alle edlen Sucher zu aller erst erfassen, wo dieses einzigartige Licht der Wahrheit SEIN könnte und wie ES sich anfühlt.

Um dieses Hohes Ziel erreichen zu können, soll sich ein jeder wahre Sucher bewusst werden, welcher trügerischen Illusion er erliegt, zu glauben, schon zu wissen, wie und was dieses EINE Licht, diese wahre Liebe sei. Dieser Trugschluss kann einen Schaden von ungeheurem Ausmaß verursachen, wie es in den Gesellschaften der Irrenden sichtbar wird. Denn es kann nichts vom EINEN erreicht oder erweckt werden, was bereits erkannt wird, oder was man zu erkennen glaubt. Keine Anstrengung und Bemühung wird von Groben Geistern je verrichtet werden, die bekannten 5 Finger einer Hand richtig wahrzunehmen, IHM-gemäß erkennen zu lernen.

Hat man erst die wahre Sicht, die unnachahmliche Regentschaft der unsichtbaren M8losigkeit schätzen gelernt, so wird einem meist sogleich die Fähigkeit zuteil, das Höchste in Allem zu erkennen. Solch Einer wird wissen, was dieses Äußerste an Liebe ist, IHREN Namen und Klang wiedererkennen, und er benötigt sonst nichts weiteres als DIESES EINE, um erfüllt zu leben. Jedoch ist für diejenigen, die SO nicht beschaffen sind, ES einfach nicht enthüllen können, keine Tür geöffnet, jemals auch nur eine Haaresbreite Dieses besonderen Liebesraumes zu erspähen. Sie bleiben die ewig Ahnungslosen, in ihrem blinden Egoismus und falscher Liebe gefangen. Sie eifern aus der bitteren Quelle niedriger Verlangen, und erhoffen sich von Tat zu Tat, und Tag um Tag, das für sie berechnete Glück zu erreichen. Sie sind wie Gejagte, auf der Suche nach Erfolg und Macht, warten jedoch tief im Inneren selbst sehnsüchtig nur auf Eines. Nämlich darauf selbst erkannt zu werden und Hilfe zu bekommen, aus dem Kreislauf des getriebenen Täters ausbrechen zu können.

Für solche Individuen, und dies ist die Masse der Rasse „Werdender Mensch“, ist das, was sie für Glück, Erfolg und Liebe halten, alles andere als die authentische Liebe, die den edlen Sucher erwartet. Sie benennen ein warmes oder wohliges Gefühl als Liebe, obwohl sie DIESE eigentlich gar nicht kennen, und unterliegen einer groben äußeren Täuschung, haben nicht die geringste Vorstellungen von der WAHRHEIT (hebräisch: EMET), verspüren nicht mal einen ersten Ansporn wirklich ergründen und erfahren zu wollen, wer und was SIE wirklich ist, und welchem Genialen Guten Plan ihr eigenes Wesen und das ganze Universum zugrunde liegt.

Dennoch ist es das Erste für jeden Schüler der Weisheit, zu erfassen, und ich richte mich nun direkt an Dich, verehrter Leser, der Du bis hierher mit Deiner Lektüre gekommen bist, dass Du unumstößlich begreifen lernst, dass Du nicht die geringste Ahnung von DEM hast, was ich hier zu besprechen versuche, wie ES sich anfühlt und wie ES aussieht. SEIN NAME (Klang) ist Dir vollkommen verschlossen und unbekannt. Du kannst nichts von DEM erfassen, was ich meine.

Aus diesem Grund kann auch keiner von den Personen, die ich oben angesprochen habe, wirklich lieben. Solche Massenmenschen wissen nichts vom Wahren Licht. Denn in ihrem Inneren besteht überhaupt keine Kenntnis SEINES NAMENS oder SEINES KLANGS, und somit kann Wahre LIEBE oder LICHT nicht fließen. DAS EINE kann in solchen werdenden Menschen gar nicht existieren.

Wenn Du also zu jemandem sprichst: »Ich liebe dich!«, äußerst Du mit diesen Buchstaben, Wörtern, Lautwesen oder Klängen keine wahrhaftige Liebe, sondern in Wahrheit hoffst Du selbst Liebe zu bekommen. Mit solch einer Äußerung sucht Dein Herz nur selbst  nach Licht, und wie könnte ein Solcher, der selbst unbewusst Liebe haben möchte, echte Liebe schenken?

Wie kann also ein mittelloser Bettler, der im tiefsten Grund vollkommen bedürftig ist, nämlich Du, zu einem weisen Seher, zu einem Wissenden, einem Schenker, Spender oder Geber des Lichtes werden? Wie kannst Du, als jemand, der selbst nach wahrer Liebe lechzt, der das Wort Liebe benutzt, ohne seiner eigenen Bedürftigkeit im Herzen gewahr zu sein, wirkliche Liebe ausströmen und SIE umsonst schenken? Denn dieses „Umsonst Schenken“, ein ohne Vorbehalt Geben ist es doch, was Wahre Liebe meint, was Du also ausdrücken wolltest, als Du sagtest: „Ich Liebe Dich!“ Oder etwa nicht?

Ist es nicht so, dass Du, als noch nicht aufrecht laufender Zweibeiner, Dir der Tatsache nicht bewusst bist, dass Du selbst nur überall Liebe erhaschen möchtest? Bist Du nicht nur jemand, der alle möglichen Dinge tut und sagt, um ES (das Licht) zu bekommen? Wenn dem so ist, müsste Dir nun aufgehen, dass auch alle anderen Deiner Dich umgebenden werdenden Menschen Bedürftige sind, genau so wie Du es bist. Personen, die zwar behaupten, andere zu lieben, jedoch in Wirklichkeit jeden Gegenüber mit dem Ziel anflehen, sie selbst zu lieben. Liebes-Lose leere Gefäße eben, die nur einen tiefen Wunsch hegen, ES umsonst von einem Freund oder Bekannten oder Fremden zu erhalten.

So fleht die Frau ihren Mann um Liebe und umgekehrt, die Mutter bittet ihren Sohn und umgekehrt, Freunde erhoffen es von Freunden, Kollegen erwarten es von Kollegen usw. Alle hoffen nur, dass der andere ES doch bitte ihnen schenken möge, ungeachtet der Tatsache, dass dieser Andere, der Gegenüber, der Nächste, sich selber nur eines wünscht, nämlich ES auch von Dir zu erhalten. Denn wie könnte er Dir etwas geben, was er genauso wenig kennt und hat wie Du selbst?

In solchen Fällen stehen also immer zwei liebeshungrige unwissende Personen voreinander die sich gegenseitig ihre leere Schale hinhalten, ihre leeren Gefäße (Kelim) voreinander präsentieren und um Lichtfüllung bitten, die SO von Oben nicht erfüllt werden kann.

Es ist äußerst wichtig für Dich, NUN zu erkennen, dass, solange Du noch in einer unbewussten nicht altruistischen Form um Liebe ersuchst, Du nicht in der Lage sein kannst, selber wahre Liebe zu geben. Schon dieses selbstsüchtige Suchen an sich ist ein Zeichen dafür, (das vorher schon erwähnte Zeichen des Tiers auf der Stirn) dass Du keine wahre Quelle des LICHTES in Dir trägst, dass aus Deinem bittenden Munde kein GOLD fließt, sondern egoistischer Trug. Du kannst so niemals ein aufrechter Mensch, ein Gerechter (Zaddik) vor dem Ewigen sein, denn nur die Authentische Liebe, das EINE, kann nicht bei anderen, Außen erbeten werden.

Dieses Wahre Licht  kann ausschließlich derjenige schenken, der über die Bedürftigkeit, unbewusst oder bewusst um Liebe zu bitten, hinaus gewachsen ist. Denn Lieben heißt Geben, Teilen oder Schenken und niemals nur Haben-wollen, nur für Sich-Aneignen-wollen. Dieses EINE LICHT der Liebe ist die Regentschaft ALLEN SEINS, ALLER Welten und Wesen, ES kennt keinen Mangel. ES kann nur EINES, immer und ewiglich und ALLEN umsonst Geben. ES weiß nichts vom egoistischen, auf sich bezogenen Bitten und Flehen, da es NICHTS benötigt, sondern ALLES seit Ewigkeiten in IHM wohnt.

Wie kannst Du also annehmen, zu wissen, was Liebe ist? Wie kannst Du dieses Wort so fahrlässig gebrauchen und in die Welt sprechen? Du hast doch selbst immer nur gehofft, SIE zu erhalten, und Dich darüber aufgeregt, wenn Du SIE nicht von denen bekommen hast, die Du zu Deinen Freunden zähltest. Wenn Deine sogenannten Freunde sich dann anders verhalten haben als Du es wolltest, hast Du die Dir fehlende Liebe sogleich eingefordert und doch nicht bekommen. Dein ganzes Leben bestand und besteht nur aus dieser Art von falscher Liebessuche, einer SUCHT nach Liebe, die einen Unterschied macht, und damit nichts mit der UR-Sprünglichen LIEBE gemeinsam hat.

Es ging und geht deshalb für Dich auch immer so aus, dass Du durch Deine falsche Liebe enttäuscht wirst, (G-tt sei dank, gesegnet sei Sein Name, denn SO führt ER Dich wieder HEIM zu SICH).

Denn im Äußeren gesuchte unterscheidende Liebe, die in den leeren Schalen (Klippoth) etwas sucht, dass nicht zu finden ist, die ja gar nichts zu geben haben, da sie ja selbst nur hohl sind und um Füllung bitten, kann nur bitter enden. Diese leeren Schalen können Dir keine wahre Lebensenergie bescheren, im Gegenteil, sie ziehen Dich nur trügerisch an und saugen Dich aus, nehmen Dir die Kraft und das Lebensspendende Licht, und das ist es, was Dich so leiden und immer enttäuschter werden lässt. Letztendlich wird Dich Dein Verhalten umbringen, die Klippoth werden Dich wie alle anderen Wesen aufsaugen und töten, Dich zu einem Ende führen.

Also merke es Dir gut: Wer immer nur um diese hohle Form der Liebe bittet, wird in seinem Dasein niemals auch nur ein Fünkchen Echte Liebe bekommen. Denn eines der Grundgesetze des Universums lautet: Wer um Liebe bettelt, und nicht erkennt, dass er in sich einen wahren Kern Liebe hat, wird nie im Leben welche bekommen. Er bekommt stattdessen nur leere Schalen zu Gesicht (die äußere unterste Schein-Welt).

Die Liebe, von der ich hier zu sprechen versuche, klopft nur an die Tür eines Hauses (hebräisch Bet), aus dem das egoistische Bedürfnis nach Liebe verschwunden ist. Sie verschafft sich nur dort Eintritt, wo diese falsche Liebe keinen Ort mehr hat.

Darum sage ich: Kommet schnellstens alle zum Wahren Ge-bet und ge-bet (die Silbe „ge“ ist ein nach Innen gewendetes Lautwesen) Wahre Liebe, verschenkt umsonst das EINE Licht, und betet das wahre Gebet, denn nur dann regnet es in Hülle und Fülle auf das Haus desjenigen nieder, der aufgehört hat, ständig unbewusst um Liebe zu betteln.

Jedoch, kein Lichtstrahl dieses EINEN LICHTES wird auf das niedrige Haus dessen fallen, der sich immer nur aus Mangelhaftigkeit nach Liebe sehnt. Denn ES strömt niemals aus einem nur für sich selbst bittenden, im Grunde bitteren und enttäuschten Herzen. Das selbstherrliche, fordernde Herz hat nicht die nötige Gastfreundlichkeit, die es IHM, dem Schöpfer, den Schöpfungskräften, den Elohim möglich machen könnten, in REINER FORM einzutreten. Nur ein freies schenkendes Herz, kann den Emanator einladen, sich Einlass im Wesenskern zu verschaffen.

Ich frage Dich NUN: Hat der Allmächtige je an Deine Türe geklopft und gesagt: Hier bin ich!

Hat ER Dir jemals einen Hauch SEINER allumfassenden Liebe zukommen lassen? Hat ER Dich auch nur einmal spüren lassen, was es heißt, NUR zu LIEBEN, Jeden und Alles? Keinen Unterschied zwischen Nationen und Rassen, Religionen und Geschlechtern, Alter und Besitzstand zu machen?

Nein?

Dann sage ich: Du bist bis jetzt noch nicht in der Lage gewesen, REINE Liebe zu schenken. Denn ein weiteres universelles Grundgesetz ist: Das was Du gibst, wird wieder zu Dir zurückkehren, oder das, was Du säst, wirst Du ernten.

Merke Dir gut: Unsere ganze Welt gleicht einer einzigen dreidimensionalen Echowand, eigentlich bestehend aus einem linkem und einem rechten sich  gegenüberstehenden Spiegel: Wirfst Du Hass in diesen Reflektor hinein, bekommst Du Hass zurück; gibst Du Wut hinein, empfängst Du Wut; schimpfst Du auf andere, werden Deine Beschimpfungen auf Dich zurückfallen; säst Du Zynismus und Rechthaberei, wirst Du genau dieses von Deiner Umgebung ernten. Und breitest Du falsche, egoistische Liebe aus, bekommst Du solche auch zu spüren.

Alles, was Du gegeben hast, kehrt wieder zu Dir zurück, auf zahllosen Arten und Weisen spiegelt Dir Deine dreidimensionale Echowand (Deine Sinneswahrnehmungen) alles Eingegebene (Deine Wörter und Taten) ent-Gegen. Du bist wie ein Diaprojektor, der seine meist diabolische Ausstrahlung (auseinander geworfene Objekte, welche dem Bewusstsein gegenüber stehen) in einen durch zwei unendliche Spiegelflächen begrenzten Raum ausstrahlt. Dieses Eingeworfene, Ausgesendete durchläuft verschiedene Metamorphosen (Welten), und zieht sich verschiedene Gewänder an (das Zusammenziehen, Tzimtzum, die Erscheinungsformen Deiner Welt, die Sefiroth), bis Du es wieder als DAS empfängst, was Du wahrnimmst.

Wenn Du also Wahre Liebe austeilst, dann wirst Du natürlich auch Grenzenlos Liebe aus dem G-ttlichen immer gerechten Spiegel zurückbekommen. Sollte diese Liebe bisher noch nicht auf vielerlei Weise zu Dir zurückgekehrt sein, dann wisse, dass der Grund dafür ist, dass Du nie oder nur sehr wenig Wahre, Gerechte Liebe umsonst geschenkt hast.

Du wirst Dich sicherlich Folgendes fragen: Wie sollte ich denn richtige Liebe kennen und geben können? Ich habe doch selbst nie welche bekommen. Wenn ich diese reine Form der Liebe hätte, bräuchte ich ja nicht von Tür zu Tür zu wandern, von Freund zu Freund, von Enttäuschung zu Enttäuschung und SIE einzufordern. Warum werde ich denn immer wieder zu diesem unglücklichen Vampir, der wie ein Liebessüchtiger von Ort zu Ort wandert, um Liebe einzusaugen? Warum erhoffe ich meist unbewusst, durch alle meine Handlungen, irgend eine Form der Liebe zu erhalten? Warum bin ich schon so weit heruntergekommen, dass ich mich mit allem möglichen äußeren Vergnügen ablenke und zufrieden gebe, um bloß die Bitterkeit in meinem Herzen und der der anderen nicht zu spüren? Es liegt doch daran, dass so viele schlechte Menschen um mich herum existieren, soviel Böses und Enttäuschendes auf mich einströmt. Ich bin gezwungenermaßen wie alle anderen zu einem Sucher nach Liebe geworden, und wir suchen immerzu bei anderen Suchern, um etwas zu erhalten, was sie jedoch nicht haben. Und wir tun dies, weil die Welt um uns herum so schlecht und so fremd und unverständlich ist. Was bleibt mir anderes übrig als so zu handeln wie ich es tue? Wenn ich nicht bekommen werde, was ich mir wünsche, werde ich traurig und wütend, ich jammere (wie das Volk Israel beim Zug durch die Wüste) und haben das Gefühl einer schlechten Welt gegenüber zu stehen.

Doch wisse, verehrter Leser: Diese einzigartige immerwährende Liebe, von der hier versucht wird zu erzählen, kann niemals von Außen kommen. Diese Liebe ist der Klang, die Musik Deines eigenen Herzens, des Innersten Wesens, der Kern Deiner Seele. Niemand kann Dir Liebe von Außen geben. Kein Manna des Himmels wird Dich zur Liebe führen. Denn jedes Manna schmeckt so gut oder schlecht, wie Du es selbst schmecken kannst. SIE, die ungetrübte LIEBE, kann also nur von Dir in Dir selbst gefunden werden und von Innen heraus frei aufsteigen. SIE ist nicht von außen zu haben. Nirgendwo gibt es ein Geschäft oder ein Verkäufer, bei dem man SIE kaufen kann. Zu keinem Preis ist SIE zu erhalten, und mit keiner Technik ist SIE zu erreichen.

DAS LICHT, von dem wir sprechen, ist wie ein Inneres Aufblühen, so leicht und von Deinem Wollen völlig unberührt, dass man ES kaum merkt. ES steigt aus dem Innern auf, aus einer latent vorhandenen Quelle. Jede Bewertung und jedes unterscheidende Bewusstsein Deinerseits würden ES hindern. ES geht NUR dorthin, wo keine falsche Liebe west.

Auf Seinem Wege sagt ES:
"Oh meine Liebe, Oh meine Triebe, Oh mein gesamter Wesenskern, Getrennt von dem Stern, der Dich einst gesandt. Keine Hand hat mich erschaffen, Keine Spur von einem Affen, in meinem inneren Gemüt. DU Mensch bist nicht ein besseres Tier, und noch mehr möcht' ich wagen, DU hast ein höheres Ziel im Visier.
Das Suchen des Schöpfers nach MIR in DIR, Das ist DEIN eigentlicher Sinn. Zurück zum Schoß und zum Erfassen, Zurück zum Ursprung in Dir drin.
Das Prinzip ist einfach und doch so schwer:
Die Sinne sind zum Greifen da.
Doch nicht wie Unverstand verkennt Im Äußeren sucht die Hand den Halt. Im Inneren findet der Greifer die Wurzel, den Weg zum Heiligen Gral. Ein Ziel, Eine Richtung, So EIN-FACH und klar.
Jedoch so will das Wunderbare, nicht jedem leicht gelingen, im Außen sind zu viel Begehren und falsche Melodien zu singen.
Wie viel mal schöner wäre für alle der Weg auf unseren inneren Pisten. Es wartet ein bezaubernder Klang des Unaussprechlichen Klavieristen."

Und trotz alle dem, den weisesten Weisen, die uns seit Äonen ersuchen zu verstehen, suchen wir alle das LICHT, das HEIL irgendwo da draußen mit unserem Willen. Die Wissenschaft sucht es überall in der Welt der kleinsten Teilchen, oder in den weiten des Universums, obwohl dies ein absolut irregeleitetes und vergebliches Unterfangen ist. Und alle Welt glaubt, ohne es zu hinterfragen, den Ideen dieser Form der Wissenschaft, geht diesen Weg mit, vertraut den Versprechungen der doch einseitig wissenden, momentan noch tumben Lumpen.

Drum sage ich nochmals: Suche die Liebe, den schenkenden G-tt tief in Dir selbst.

Du kannst Dir zwar nicht einmal vorstellen, wie und wo ER wirklich in Dir wesen könnte, da Du immer glaubst, zur Liebe sei ein äußerer Partner, ein getrenntes Gegenüber erforderlich. Du beziehst Deine Liebe gewohnter Maßen immer sofort auf jemand anderen, außerhalb von Dir selbst. Und da Du Dich nicht daran erinnern kannst, dass jemals EINE Echte Liebe, von der hier versucht wird zu sprechen, sozusagen von SELBST in Dir aufgestiegen wäre, wird diese Energie auch niemals in Dir geweckt. Du ahnst noch nicht, oder nur in den seltensten Momenten, dass Du immer nur da draußen nach etwas suchst, das Du bereits seit ewigen Zeiten in Dir hast. Und weil Du ES ständig von außen erwartest, siehst Du nie in der richtigen Weise auf deinen Kern, in Dein Inneres, auf den Punkt in Deinem Herzen. Somit kann DAS, was in Dir geschehen könnte, nicht auftauchen.

Dieses ETWAS, diese Energie, von der hier die Rede ist, ist der Eigentliche Schatz, der Wahre Reichtum, ja das Einzige Gold, mit dem jeder Einzelne von uns geboren wird. Der Mensch wird niemals mit Geld, Macht und logisch-kausalem Wissen geboren. Dies wird ihm von außen eingeflößt. Jede Kultur tut dies auf ihre Art. Das meist überwiegend daraus folgende Streben und Wertschätzen von äußerem materiellem Reichtum, sind Erscheinungen dieser im inneren un(wissenden)gläubigen, g-ttlosen Gesellschaft (Tanz ums goldene Kalb). Einem Tanz, der aus den niederen Verlangen und Angst gespeist wird.

Demgegenüber sehen wir, dass jeder Mensch, jedes Wesen von G-tt aus NUR mit der EINEN WAHREN LIEBE geboren und ausgestattet wird. SIE ist das einzige Geburtsrecht, die wahrhaftige Mitgift, die in jedem von uns steckt. SIE ist eine Gefährtin, die uns bei der Geburt zur Seite gestellt wird, und die uns von Anfang an bis in alle Ewigkeiten begleitet. Jedoch haben nur die Wenigsten das Glück, nach Innen zu schauen, und tatsächlich zu erkennen, wo diese Wahrheit (Emet) sich verborgen hat.

Wie ist SIE nur zu finden, wie kann man SIE entfalten?... hallt es wie ein gehauchter Laut in Deiner Inneren H-Alle.

Also werden die meisten Seelen zwar in das Licht dieser äußeren Welt gestellt, jedoch werden sie den Inwendigen Schatz, den Heiligen Gral, niemals richtig zu Gesicht bekommen. ER bleibt überwiegend verborgen und wird nicht enthüllt. ER wird sogar gar nicht erst gesucht, stattdessen bettelt eine solche Seele von Tür zu Tür, streckt anderen ihre leeren Hände entgegen, und sät aus Unwissenheit und Enttäuschung nur noch mehr Angst, Bitterkeit und Hass (diabolische Ausstrahlung).

Die ganze Welt ist nur von einem Verlangen nach dem Höchsten erfüllt: nämlich nach Liebe. Und die ganze Welt kennt nur eine Klage: »Ich bekomme nicht genügend Liebe!« Und wenn Du dann keine Liebe bekommst, wirfst Du den anderen vor, dass sie Dir keine Liebe schenken. Die Frau sagt dann zu ihrem Mann oder umgekehrt: »Du bist nicht gut. Kein Wunder, dass ich von Dir keine Liebe bekomme!« So geschieht es, dass ganze Völker andere Völker bezichtigen, sich gegenseitig nicht zu lieben.

Keiner der vielen vielen Liebesbedürftigen fragt sich auch nur, ob es überhaupt je möglich war, Liebe von außen, von den Hüllen, der Scheinwelt zu bekommen.

Wahrhaftige Liebe ist das Innerste Licht, und diese Liebe ist die Eigentliche Musik, die Dein Herz schlagen lässt. SIE ist mit keinem Wollen zu berechnen oder nutzbar zu machen. Nichts und Niemand kann SIE beeinflussen. Nichts und Niemand reicht an SIE heran.

Die Klänge Deines menschlichen Herzens sind meist sehr gestört: Die wahrhaftigen Töne (oder der Ton aus Lehm), für die ein Mensch und sein Herz geschaffen wurde, sind ja nirgends so leicht zu hören und zu sehen. Doch wie bringt man diesen inneren Klang für Sich zum Erklingen? Welche Barriere steht uns im Wege, dass diese Schwingung aus unserem Gefäß aus Ton (Herz) nicht ertönt? Wie kann die unüberwindbare Mauer (Makhsom), überschritten werden?

Habt ihr euch jemals Gedanken über diese schier undurchdringliche Trennwand gemacht? Habt ihr je versucht zu überlegen, was es mit dieser Grenze (dem Meer, welches Moses mit dem Volke Israel durchschreitet) auf sich haben könnte? (Das Meer, das Wasser ist der Buchstabe MEM und er steht für die ZEIT.)

In eines jeden Menschen Inneren kann es nur zwei Stimmen geben, die Stimme des Ich, das Ani-Ich, oder die Stimme des EINEN LICHTES (Anoki-Ich). Wer von der Stimme des Ani-Ichs erfüllt ist, kann die Stimme der Wahrheit (Emet) nicht hören und sie nicht begreifen. Wer vom Anoki-Ich erfüllt ist, wird die Stimme des Ani-Ichs nicht mehr wahrnehmen. Es ist unmöglich, das beide Ichs gleichzeitig auftreten, jedoch hintereinander.

Deshalb ist sehr wichtig zu erkennen, vor allem für die in völliger Dunkelheit umnachteten, diejenigen die überwiegend immer nur im Ani-Ich-Zustand sind, dass in eines Jeden Inneren das EINE west, was  noch gar nicht erkannt wurde, und was die Wahre Liebe IST.

Diejenigen, die überwiegend in der dualen Schattenwelt leben, die unentwegt vom Baum der Erkenntnis nehmen, können immer nur das Echo, die Spiegelung ihres egoistischen Ani-Ichs wahrnehmen. Und es ist diese Ich-Stimme, die zu ihnen spricht und sagt: „Ich möchte Liebe geben, ich möchte Liebe bekommen.“ Unentwegt scheidet dieses Ani-Ich geistige Exkremente aus, die auf den Sender, auf sich selbst zurückfallen. Denn der Sender hat nicht begriffen, dass es KEINE Beziehung zwischen dem Ani-Ich und dem Emanator der Liebe gibt oder je gegeben hat. Beide stehen sich diametral gegenüber. Und dann erzählt dieses Ich immerzu etwas von Liebe und es sagt: „Ich möchte beten, ich möchte zu Gott finden, ich möchte befreit werden, ich möchte Gutes tun!“

Das Ani-Ich ist an sich eine absolute Abwesenheit von Liebe. Das Ani-Ich heißt vollkommener Mangel an Wahrer Liebe, völlige Abwesenheit von Höherem Licht. Und je mehr Du diese Stimme, diesen Klang Deines Ani-Ichs stärkst, desto weniger wirst Du die Stimme von EMET in Dir finden können.

Ausnamslos zu jeder Zeit wirst Du nur Dein ANI-Ich wahrnehmen, wenn Du Dein Heiliges ICH weiter ignorierst. Alles was Du bisher kennst ist dieses falsche Ich. Du atmest mit diesem niederen Ich, Du isst und trinkst mit diesem nach außen gerichteten Ich, Du gehst mit diesem Ich durch die Zeit, zu Deinen Freunden, Deinen Feinden. Deine Kleider, Dein Auto, Deine Wohnung und Dein Haus sind die Hüllen Deines Ani-Ichs, Dein Beruf, Deine Stellung und Deine Position ist die Wahrnehmung Deines Ani-Ichs, Dein ganzes Wissen, Deine nachgeäfften Schein-Weisheiten sind die Kenntnisse Deines Ani-Ichs, Deine spirituelle Praxis, Dein Glaube an gute oder schlechte Taten, an Erfolg oder Scheitern, an Recht oder Unrecht sind die Werke Deines Ani-Ichs, Deine ganze Welt, wirklich alles wahrnehmbar Existente ist Dein Ani-Ich.

Es kann also kein ANOKI-ICH, das Wahre Licht in Dir existieren, denn, wenn Du so in Dich hineinhörst, wirst Du in Dir nur den Widerhall der Stimme Deines Ani-Ichs zu hören bekommen. Du kennst nichts anderes als das, und Du kannst Dir auch nichts anderes vorstellen.

Deshalb fährst Du fort damit und Du sagst Dir mit stolzer Brust und selbstbewusster Stimme: »Ich bin doch jemand, der etwas weiß! Ich bin kein gewöhnlicher Mensch, keiner der dummen Masse! Ich bin intelligent, erwacht und eine liebende und helfende Seele! Ich verstehe eine Menge! Ich bin reich an Geld, Macht, Einfluss oder wenigstens an Erfahrungen und Glaube! Ich bin dies und ich bin das. Ich weis dies und ich weis das. Ich kann dies und ich kann das. Ich möchte dies und ich möchte das.«

Diese Ani-Ich, dieses Haus, das Du bewohnst, und in dem Du es Dir gemütlich gemacht hast, kann niemals der Einwohnung G-ttes dienen. In solch eine Brutstätte des Egoismus kann HaShem niemals einkehren, und niemals wird SEIN Klang in solch einem Raume hörbar werden.

Ein Herz, welches in solch einem Ani-Körper lebt, kann nicht von IHM zur innersten Mitte geführt werden, die Wahrheiten und die Weisheiten des Lebens und Universums können nicht in das Ani-Ich vordringen. Der Eine Gute Schöpfungsplan bleibt unenthüllt und unverstanden. Die Tür eines solchen Hauses wird sich niemals dem Lichte des Emanators öffnen, sie wird immer verschlossen bleiben. Das ist der Zustand von Verbannung (Gadlut) oder die Sklavenschaft in Ägypten, die eine unendliche Zeit andauert, bis unser innerer Moses uns durch die Wüste ins gelobte Land Israel führen wird.

Dir muss ein für allemal klar werden, wie stark Dein Ani-Ich ist, wie unglaublich tief Dein Ego geht und wie sehr Du durch Deine niedrigen Verlangen und Wünsche gesteuert bist.

Du musst Dich NUN entscheiden, ob es besser für Dich ist, weiterhin Ägypten und den Pharao zu stärken, die Zeit der Verbannung noch mehr zu verlängern und zu vertiefen, also die Klippoth (die bösen Hüllen) von Tag zu Tag mit Deiner diabolischen Kraft noch stärker zu machen, oder aber, anstatt weiter Citra Achara, die dunkle Seite zu fördern und alle Hoffnung auf immer zu begraben, die Einzig Wahre Liebe in Dir aufblühen zu lassen.

Du wirst solange ein bedeutungsloser Mensch (Adam Bleyaal) bleiben, auch wenn Du in der äußeren Welt scheinbar als machtvoll, reich und wissend angesehen wirst, bis Du den Gedanken an diese falsche äußere Welt aufgibst und diese Scheinwelt fahren lässt. Diese Äußere Welt, die Du als getrennt von Dir erlebst, als geschieden von Dir, ist das, was mit EVA in der Bibel gemeint ist. Mit ihr begehst Du auch ständig den Ehebruch, vor dem Dich eines der Zehn Gebote warnen.

Die falsche Liebe, die aus dem Ani-Ego hervortritt ist absolut unecht. Das ist der Grund, warum all Deine Liebe, die diesem Schatten-Ich entspringt, keine lichten Früchte tragen kann. So wie das Ani-Ego (die Schlange) schon Eva (den nach außen gerichtet Menschen, der vergessen hat, dass er nackt vor IHM steht) veranlasste, den Apfel (steht für die äußere Welt der Vielheit, des Schattens, des Egos, des Ani-Ichs) zu nehmen, und damit aus dem Paradies, dem Pardres vertrieben wurde, so geschieht es auch bei Dir, wenn Du der verführerischen falschen Liebe zum Baum der Erkenntnis, die aus dem Ego kommt, nachgibst.

Diese ungute Liebe ist schlimmer als Hass. Denn der offene Hass ist unmissverständlich, unmittelbar und unkompliziert, eine falsche getarnte Liebe jedoch, die mit einer schönen Maske auftritt, wird viel schwieriger zu erkennen sein.

Wenn Du also mit einer Liebe geliebt wirst, die aus dem Ego kommt, wirst du schon nach einer kurzen Zeit das Gefühl haben, in einem Kerker zu sitzen statt in einem Himmelbett zu leben. Du wirst bleierne Schwere fühlen statt belebende Leichtigkeit. Nach einer Weile wirst du merken, dass eine Liebe, die Dir schöne Worte macht, anziehende Lieder singt und verführerische Signale aussendet, voller Gift steckt. Du wirst erfahren, wie eine solche Liebe wirkt, die in Gestalt von Blumen daherkommt, und doch nur der Schatten des Egos, des Ani-Ichs ist. Dann wirst du bemerken, dass Du von Dornen gestochen wirst, sobald Du diese Blumen berührst. Wirst die Fäulnis im Apfel erkennen, bevor Du ihn vom Baume nimmst.

Doch wie erreichst Du es, so weise und vorsehend zu werden?

Wie kannst Du das Ego umgehen, das Dich und alle anderen in seine Gewalt haben möchte? Was kannst Du tun, um nicht in einer Hölle aus Schmerz und Leid zu enden, in die ein an eingebildeter Liebe leidender werdender Mensch fallen muss, der nicht begreift, dass sein Ani-Ich ihn in die einzige existierende Hölle zieht, nämlich in das äußere Spannungsfeld von Gut und Böse, Hell und Dunkel, Oben und Unten usw.?

Eine Liebe also, die sich aus dem Ego entwickelt, ist pure Eifersucht auf die Wahre Liebe. Darum ist auch niemand so eifersüchtig wie sogenannte Liebespaare. Solch eine Liebe ist eine Verschwörung, eine List, um den andern zu vereinnahmen. Niemand kann so erstickend sein, wie einer, der sagt: Ich liebe Dich. So weit kann es nur auf Grund der angeblichen Liebe kommen, die aus dem Ego kommt. Denn zwischen Wahrer Liebe und dem falschen Ego ist grundsätzlich keine Beziehung möglich, wie schon geschildert wurde.

Ergo sum musst Du, als werdender Mensch, der seine Seele in den Hafen der Echten Liebe steuern möchte, der die Wurzel des Lichtes erreichen will, einen Weg finden, der Dich zu der Tür führen wird, hinter der die Wahre Liebe, das LICHT verborgen ist.

Dieser Weg, der Schlüssel zum Glück kann die Kabbala sein. Sie kann Dir helfen, Dir einen Schimmer vom Letzten und Höchsten Sein schrittweise und sanft zu vermitteln.

Sie wird es tun, in dem sie Dir helfen wird, die Begrenzungen Deines Ani-Ichs aufzuzeigen und bewusst zu machen. Sie wird Dich nicht alleine lassen bei Deiner Suche nach dem Nichts, nach dem Unaussprechlichen, nach dem, das keinen Anfang und kein Ende hat, nach DEM, wovon Du nicht einmal eine Vorstellung hast.

Du wirst nicht verrückt werden, weil Du nicht da suchen wirst, wo Du nichts finden kannst. Du wirst Dich mit den Erscheinungen, den Sefiroth Seiner Ausstrahlung beschäftigen, also der erschaffenen Welt, Deinem Ani-Ich, und Du wirst auf Deiner Entdeckungsreise feststellen, dass dieses Ani-Ich oder Dein Ego genauso eine nicht existierende ER-Scheinung ist, wie alles andere. Es ist alles eine Illusion, ein Traum, Nicht-Bestehendes aus Bestehendem, dass Du selbst geschaffen hast.

Du wirst unumstößlich herausfinden, dass dieses falsche Ich überhaupt N-ICH-T DA IST, es ist nicht vorhanden. DA herrscht nur tiefe Stille, Friede und Unbegrenzte, Schenkende Liebe.

Nur aus diesem Grunde wurde die äußere Welt erschaffen, dass Du mittels dieser schweren Schein-Welt das Tor zum Leichten Göttlichen finden kannst. So wird Dein Ego, das einerseits die Tür zur Unwissenheit ist, zum Heiligen Fenster werden, dass Dich das EINE LICHT schauen lässt.

NUR DIESES LICHT wird Dir erklären wie diese Welt, (hebräisch: Olam), das Diesseits (wird auf Hebräisch "Ha'Olam Haza" genannt) ("Haza" bedeutet Tagtraum, Wachtraum oder phantasieren) und das Jenseits (heisst auf hebräisch: "Olam Ha'Emet", oder "Ha'Olam Ha'Ba")(Emet ist das Wort für Wahrheit, Ha'Ba bedeutet: Das Kommende) aufgebaut ist und funktioniert.

Deine Forschungsreise wird beim Ani-Ich, dem individuellen Ich-Bewusstsein beginnen und sie wird mit dem Eintreffen des Wirklichen Seins, dem Anoki-Ich, dem EINEN L-ICH-T enden.

So wirst Du DU-SELIG-ES SELBST zu Deiner einzigartig schönen A-NOKI-IKON-E. Dem kleinen Ich, welches zum großen Ich aufsteigt.

Mit Dieser Deiner KINO-KANONE (Deinem als ANOKI-IKONE NUN Heilig gewordenen DIA-Projektor) feuerst DU ab JETZT nur noch WAHRHEITEN in den G-TTLICHEN SPIEGEL.

Der kleine Schöpfer (DU) schüttelt dem GROßEN ALTEN die Hand.

Deshalb lässt Dich die Kabbala zuerst die ausgestrahlten Lautwesen (Buchstaben) erforschen, und Dich letztendlich beim G-ttlichen ankommen, dort wo ANI und ANOKI-Ich zu EINS zusammenfallen.

Dann kannst Du unumstößlich erfassen wie reich DU am ENDE geworden bist (die Silbe "REI" bedeutet auf Hebräisch Spiegel). Denn Dein NUN EIN-ig-ES ICH und der Spiegel (REI) fallen im neu-ge-WONNE-nen Himmel-RE-I-CH zusammen.

Dann wird das Letzte das Erste, Himmel und Erde EINS sein, Oben und Unten zu EINER LIEBE verschmelzen.

Der BUND mit G-TT wird wieder bestehen.

Lüge, Unwissenheit, Leiden und Schmerz werden in EINE SEELIGKEIT,
in EIN:
„ICH BIN DU UND DU BIST ICH
UND WIR SIND EINS“ münden.

DANN HAST DU DEN EWIGEN JUNGBRUNNEN
In DEINER MITTE GEFUNDEN.

SEI UMARMT
GELÄUTERTE SEELE.
WILLKOMMEN
IM KREISE
DER
WEISEN.

DU WIRST D-ICH
UND D-EIN SO S-EIN
SELBST ER-LÖSEN

Erst dann wirst Du merken:
LIEBE ist kein Akt einer Selektion
zwischen dem "Guten, Brauchbaren, Angenehmen"
und "Bösen, Unbrauchbaren, Unangenehmen",
sondern
LIEBE ist
die "apodiktische Gewissheit" des eigenen EINSSEINS mit ALLEM!

 

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Peter Staaden ©